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Das Insektenhotel: So fühlen sich Bienen und Käfer wohl

Insektenhotel

Dieser Sommer hat es wieder einmal gezeigt: Es sind im Vergleich zu früher deutlich weniger Insekten unterwegs. Das gilt auch für gewässernahe Bereiche wie bspw. am Gartenteich oder an einem Bachlauf. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) spricht sogar von einer dramatischen Abnahme der Insektenanzahl innerhalb der Arten. Rückgänge von 80 Prozent sollen keine Seltenheit sein. Wir alle können aber etwas dafür tun, dass sich die Entwicklung nicht noch verschlimmert. Beispielsweise mit einem Insektenhotel, das Bienen, Käfern und Co. ein sicheres Zuhause gibt.

Auf die Nachbarschaft kommt es an

Ob ein Insektenhotel schlicht oder aufwendig dekoriert ist, sollte beim Kauf Nebensache sein. Viel wichtiger ist das Innenleben. Häufig besitzen die Produkte unterschiedliche Fächer für die verschiedensten Insektenarten. Doch nicht immer verstehen sich die “Nachbarn” untereinander. Wer ein Insektenhotel kaufen will, sollte beispielsweise unbedingt darauf achten, dass sich Wildbienen kein Zuhause mit Ohrwürmern teilen müssen. Zu erkennen ist ein “Zimmer” für Ohrwürmer üblicherweise an einem mit Stroh gefülltem Fach. Die kleinen Insekten sind nämlich Räuber, die auch gerne mal ein Wildbienennest plündern. Außerdem herrscht bei ihnen gar keine Wohnungsnot: Sie finden im Garten fast immer einen Schlupfwinkel. Darum gilt: Wildbienen sollte ein sicheres Zuhause ohne eine räuberische Nachbarschaft angeboten werden.

Das Insektenhotel und sein Innenleben

Natürlich spielt auch die “Einrichtung” des Insektenhotels eine Rolle. Eine unsachgemäße Ausstattung kann sogar Schaden anrichten oder die Insekten verletzen. So sollten die Bohrlöcher für Wildbienen immer ins Längsholz gebohrt werden und nicht dort, wo sich die kreisförmigen Jahresringe befinden. Hier würde es mit der Zeit nämlich zu Rissen kommen, was bedeutet, dass die Nisthilfen von den Wildbienen nicht mehr verwendet werden können oder es zu Verletzungen an den zarten Flügeln kommt. Außerdem siedeln sich an den Rissen gerne Pilze und Parasiten an. Der Durchmesser der Bohrlöcher sollte zwischen drei und acht Millimetern liegen. Wer sein Insektenhotel selbst baut: Die Wände der Bohrlöcher müssen absolut glatt sein. Notfalls muss der Bohrer so lange hin- und herbewegt werden, bis abstehende Holzfasern vollständig entfernt sind. Und ganz wichtig: Zum Schluss das Insektenhotel ausklopfen, damit kein Bohrmehl die Löcher verstopft.

Der richtige Standort für ein Insektenhotel

Der ideale Standort sieht folgendermaßen aus:

  • warm und sonnig
  • wind- und regengeschützt
  • am besten nach Süden ausgerichtet

Eine Ausrichtung zur Wetterseite sollte unbedingt vermieden werden. Diese befindet sich hierzulande in Nord-West. Die richtige Höhe ist ebenfalls wichtig. Idealerweise wird ein Insektenhotel mindestens 50 Zentimeter über dem Boden platziert. Damit die Insekten Ihr Zuhause auch ansteuern können, muss davor natürlich eine Einflugschneise vorhanden sein.

Darf es ein wenig Komfort mehr sein?

Insektenhotels mit einem Pflanzkasten (beispielsweise für Kräutertöpfchen oder insektenfreundliche Pflanzen) kommen bei Bienen, Schmetterlingen, Marienkäfern und Co. besonders gut an. Sie haben dann direkt vor ihrer Haustür eine Nahrungsquelle. Auf diese Weise kann selbst ein rein dekorativer Steingarten zu einem umschwärmten Insektenmagneten werden. Einige Insektenhotels verfügen auch über ein speziell konstruiertes Dach, das zusätzlich vor Feuchtigkeit schützt. Als besonders langlebig, wetterfest und robust bietet sich eine Lösung aus Schiefer an.

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